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Höhlen

Die meisten Höhlen sind durch Wasser entstanden und sind teilweise auch heute noch aktiv. Aktiv bedeutet, dass regelmässig grössere Mengen Wasser fliessen. Die Höhlen sind ein natürlicher Abflusskanal für den Niederschlag. Das Wasser tritt in Quellen, welche teils auch in Seen liegen, wieder aus dem Höhlensytem aus. Ein Höhlensystem kann beachtliche Dimensionen erreichen. So sind Einzugsgebiete teils mehr als 20km (Luftlinie) von der Quelle entfernt!

Die SGHI arbeitet in verschiedenen Forschungsgebieten rund um Interlaken im Berner Oberland. Die Höhlen werden teilweise auch in Zusammenarbeit mit anderen Höhlenforschergruppen bearbeitet. Im folgenden werden einige Gebiete kurz beschrieben.

Beatenberg - Sieben Hengste - Hohgant

Unser Hauptforschungsgebiet liegt im Berner Oberland, nördlich von Interlaken. Zwischen der Beatenbucht und dem Hogant sind viele Höhlen bekannt oder warten auf ihre Erforscher. Hier befinden sich auch die zweit längste Höhle der Schweiz, das Réseau Siebenhengste-Hohgant mit rund 160km Länge und 1300m Tiefe. Die zweite grösste Höhle in diesem Gebiet ist der Bärenschacht mir über 70km Länge. Durch Wasserfärbungen konnte gezeigt werden, dass das Wasser von der Schrattenfluh im Kanton Luzern in den Thunersee wandert. Auch das Réseau 7H-Hohgant und der Bärenschacht haben den gleichen Abfluss. Es besteht also noch viel Potential!

 

Die aktiven Höhlenforscher sind in der Höhleforschergemeinschaft HRH vereint. Es sind dies Forscher hauptsächlich aus Bern, Basel, Lenzburg, Porrentruy, aber auch aus dem Ausland.

Harder - Brienzergrat

Am Fusse des Harders in Interlaken findet man die Harderquellen. Sie verraten, dass sich im innern dieser Bergkette ein Höhlensystem verbirgt. Bis heute ist noch fast nichts bekannt. Es gibt eine kleine Höhle in der Chammflue und in der nähe des Brienzer Rothorn hat es Karrenfelder.

Sägistal

 Südlich vom Brienzersee befindet sich zwischen Schynige Platte und Faulhorn der Sägistalsee. Rund um diesen erstreckt sich ein Karstgebiet, dass Richtung Axalp, Giessbach entwässert. Noch konnte man keine grösseren Gänge finden, doch sind einige Höhlen bekannt. Es finden Forschungscamps statt, welche durch den ISAAK organisiert werden.

Schilthorn

 Westlich vom Schilthorn, zwischen Chilchflue, Hundshorn und Wild Andrist befindet sich ein alpines Karrenfeld. Dieses entwässert Richtung Spiggengrund. Es sind einige Höhlen bekannt, doch ist die Forschung momentan auf einem absoluten minimum.

Stockhorn

 Ein weiteres Karstgebiet befindet sich in der Stockhornregion. Auch hier ist die Forschung nahezu eingestellt.

 

Kontakt

Schweiz. Gesellschaft für
Höhlenforschung (SGHI)

CH-3800 Interlaken

www.sghi.ch
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+41 (0)76 520 61 23